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Lotsen blockieren Ausbildung vor 1 Jahr, 3 Monaten
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Wie wir jetzt erfahren haben wirft man, von bereits bekannter Stelle, dem vor Ort an der Schulung junger FVK-Anwärter beteiligten Personal erneut vor, mitverantwortlich für die Nachwuchses-Misere zu sein. Konkret beschuldigt man die Ausbilder auf einem zu hohen Sockel zu sitzen und auf Grund zu strenger Maßstäbe, zu viele der jungen Auszubildenden abzulösen. Die DFS wird solche Einwürfe sicherlich mit einem Schmunzeln zur Kenntnis nehmen. Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema?
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Letzte Änderung: 10.06.2009 21:01 von buvo.
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Aw: Lotsen blockieren Ausbildung vor 1 Jahr, 2 Monaten
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Wenn man Gerüchten glaubt, soll es schon einen Standort in Süddeutschland geben, der diesem Vorwurf gerecht wird.
Ich denke, wir werden bei der unterschiedlichen Lotsen-Bezahlung keine Helden mehr bekommen und selbst wenn, würden diese bei unserer Verkehrsentwicklung auch keine Helden werden können. 
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Aw: Lotsen blockieren Ausbildung vor 1 Jahr, 2 Monaten
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Ach ja,
wir sitzen also auf dem (zu) hohen Sockel ?
Hmmm, was ist denn von Studenten zu halten, die nach 2 Monaten am Platz immer noch nicht alle Frequenzen können und nicht wissen, wie eine SID aussieht ?
Aber nachdem sich in Kaufi ja OJTs, nachdem sie abgelöst werden, wieder über die Psychologin in Fürsti quasi wieder "reinklagen" können, was soll da noch kommen ?
Bezahlung ist auch ein gutes Thema :
Wir sitzen schon seit 15 Monaten in Bremen ( und meiner Einschätzung nach auch noch die nächsten 3 - 4 Jahre ! ), macht echt Spaß wenn ein "ehemaliger Kollege", mit dem man zusammen in Kaufi war, Netto so circa das doppelte Gehalt bekommt.
Ich selbst habe letzte Woche einem OG, der sich für die militärische FluSi ( TrpOffz ) interessierte, die Adresse der DFS in Langen gegeben.
Ach ja, in ETNT gibt´s CIMACT, damit könnte man ( wenn auch mit Einschränkungen ) arbeiten, aber " DAS IST JA NICHT GEWOLLT !"
Ob nun vom AFsBw, LwFüKdo, LwDiv, WaSysKdo oder welcher "wichtigen" Stelle auch immer... die Herrschaften sind meilenweit weg vom "richten Leben"
... noch 3458 und der Rest von heute ... 
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Gruß aus ETNT
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Aw: Lotsen blockieren Ausbildung vor 1 Jahr
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Abgelöst wurde ja schon immer, früher vornehmlich an den Plätzen und heute eben schon in Kaufbeuren.
Aber das die potenzielen Anwärter erst garnicht in die Ausbildung gehen, weil alleine das Auswahlverfahren schon über ein Jahr dauert, ist schon bemerkenswert.
Mein Sohn hat in seiner Zeit als Wehrdienstleistender beim Heeresflieger-regiment 15 in Bentlage in der Flugberatung seinen Dienst abgeleistet. Im Februar 2009 stellte er einen Antrag auf Verwendung in der militärischen Flugsicherung.
Im April ging sein Gesuch in Köln ein und man gab ihm die Auskunft, das er seine Wehrdienstzeit bis zum Ende des 1. Quartals 2010 verlängern muß, da die Eignungsfeststellung erst zu diesem Termin abgeschlossen werden könne.
Er hat dann verständlicherweise sein Gesuch zurückgezogen.
Dies ist, wie ich aus Gesprächen weiß, kein Einzelfall und man muß sich anhand der Nachwuchssorgen schon ein wenig wundern.
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Letzte Änderung: 07.09.2009 09:29 von Lotse54.
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Aw: Lotsen blockieren Ausbildung vor 11 Monaten, 3 Wochen
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Ja natürlich sind immer die anderen Schuld.
In diesem Fall also die Lehrer und Ausbilder, die angeblich "auf einem hohen Ross sitzen". Sie müssen sogar schuld sein, denn sonst läge diese Schuld ja bei jemand Anderem. Würde sich folglich sofort die Frage stellen: Bei wem?
Betrachtet man das Problem näher, wird man schnell feststellen, es gibt wahrscheinlich nicht einen einzigen Schuldigen, sondern eine Vielzahl von Personen und Dienststellen, die ihren "Beitrag" liefern oder geliefert haben. Dies ist ähnlich einem Flugunfall. In der Regel stürzt ein Flugzeug nicht wegen des Ausfalls eines einzelnen Systemfehlers ab. Vielmehr sind fast immer mehrere Faktoren vonnöten, um eine Eskalationsspirale in Gang zu setzen - aufeinanderfolgende Systemausfällen, schlechte Wetterbedingungen, Fehlentscheidungen der Flugzeugbesatzung oder Flugsicherung, um nur einige zu nennen.
So, where is the snag?
Schon im letzten Jahrtausend habe ich die Auffassung vertreten: Zum Lotsen kann man nur bedingt 'gemacht' werden, zum Lotsen muss man geboren sein! Zumindest ein gehöriger Anteil (räumliches Vorstellungsvermögen, Multi-Tasking-Fähigkeiten usw.) sollte einem in die Wiege gelegt sein. Ich habe mich einmal auf die Zahl 75% festgelegt, gebe aber gerne zu, dass man hier trefflich streiten könnte. Aber ein paar Prozente mehr oder weniger ändern nichts an der grundlegenden Aussage.
Und genau hier fängt das Problem an. Man bekommt offenbar immer weniger Personal, das "als Flugsicherer geboren" ist. In der heutigen Zeit hat sich dieses Problem deutlich verschärft, denn es schlagen die geburtenschwachen Jahrgänge, die Einsatzsituation der Bundeswehr und ähnliche Probleme zu Buche. Die vergleichsweise schlechte Dotierung tut ein Übriges und wurde in einem Beitrag bereits erwähnt. Man kann nicht einmal mehr mit Matthäus sagen: "Viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt." Das Problem ist, dass sich nicht mehr allzu viele "berufen" fühlen. Was ist dann aber mit den "Auserwählten"? Man kann diese "Auserwählten" doch nur aus dem (kleinen) Kreise der "Berufenen" bestimmen. Weiteres Problem ist, dass sich einige berufen fühlen, die aber niemals auserwählt werden sollten. Lösung bei dieser immer schwierigeren Auswahl (und damit alles schön justiziabel wird) ist ein vorgeschaltetes Assessment. So soll sichergestellt werden, dass das wenige zur Verfügung stehende Geld in den richtigen Personenkreis gesteckt wird. Dummerweise funktioniert dieses System nur begrenzt. Das hat die DFS zu spüren bekommen und die Bundeswehr in noch verstärkterem Maße. (Man denke an Ablösungen in fast Lehrgangsstärke!) Vielleicht ist es auch nicht glücklich, wenn von der prüfenden Stelle Bewertungen von A bis E vergeben werden. Konsequenter und zielführender wäre sicher A - C (geeignet - bedingt geeignet - nicht geeignet) - oder vielleicht noch besser A und B (geeignet - nicht geeignet).
Da versprach ein FüL III dereinst, zukünftig würde kein Personal mehr nach Kaufbeuren eingeschleust, das eine schlechtere Bewertung als C habe. Zum Glück war ich bei diesem Gespräch nicht alleine dort, und es hat allen Anwesenden den Atem verschlagen. Im Umkehrschluss heißt dies doch, vor dieser Zeit sind sehr wohl Personen mit Bewertungen D/E eingeschleust worden. Da muss man sich doch über die Ergebnisse nicht wundern und das große Wehklagen anstimmen. "Man" ist also selbst an der Misere schuld; so etwas passiert, wenn Zahlen passend gemacht werden! Schäbig ist es allerdings, wenn dann mit dem Finger auf die gezeigt wird, die sich bemühen, es noch irgendwie "gerade zu ziehen" und dann scheitern - scheitern müssen - bei dieser Vorgabe.
Dieses Thema gibt sicher noch viel mehr her, von Lizenzerhalt bis Proficiency, von vorgeschriebener Ausbildungsdauer bis Flugverkehrsaufkommen. Vielleicht ist das BMFD-Forum Anstoß zu einer breiteren Diskussion.
Das Problem an sich ist nicht neu. Bedauerlich ist nur, dass es auch nach vierzig Jahren noch immer existiert - und der Verfasser weiß wovon er spricht. Es war u.a. ein Punkt, der zur Gründung des BMFD vor 20 Jahren geführt hat.
Zum Schluss noch ein Rat von jemandem, der sich auch in "Ablösungsfragen" ganz gut ausgekannt hat. Ein 'coach' sollte sich eine Frage stellen: Möchte ich diesen OJT bei 'dense traffic' oder 'emergency' neben mir arbeiten lassen? Kann diese Frage nicht mit einem klaren 'ja' beantwortet werden, dann sollte man weiterschulen oder gegebenenfalls ablösen. Das ist für alle besser, für den 'coach', für den 'trainee' und letztendlich für einen sicheren Luftverkehr. Und letzterer liegt uns doch wohl allen am Herzen, oder ???
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Letzte Änderung: 20.09.2009 14:50 von vossloh.
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